Erfolgsgeschichten

Wie Siemens Healthineers sein globales Klassifizierungsvolumen mit KI skaliert

3. Juni 2026

3 Minuten Lesezeit

Siemens Healthineers

Branche

Healthcare

Über das Unternehmen

Siemens Healthineers ist ein weltweit führendes Medizintechnikunternehmen, das Produkte und Lösungen in mehr als 70 Länder liefert. Das Unternehmen beschäftigt über 50.000 Mitarbeitende an Standorten auf allen Kontinenten.

Herausforderungen

  • Wachsendes Volumen

  • Fachkräftemangel

  • Audit-Sicherheit

  • Globale Skalierung

Standort

Erlangen, Deutschland (Global)

Unternehmensgröße

50.000+

Webseite

“Es kommt nicht darauf an, nur einen Tarifcode zu bekommen. Wir brauchen die Begründung, wir brauchen Referenzen, da waren wir von Anfang an auf einer Wellenlänge.”

Hans Freyer

, Process Manager ECC-Klassifikation Siemens Healthineers

Herausforderung

Das Aufkommen an Zolltarifnummern, HS-Code-Klassifizierungen und Exportkontroll-Einreihungen bei Siemens Healthineers steigt kontinuierlich, getrieben durch ein wachsendes Produktportfolio und ein zunehmend komplexes geopolitisches Umfeld. Verschärfte Import- und Exportprüfungen, neue Regularien und steigende Anforderungen an die Audit-Sicherheit erhöhen den Druck auf die Klassifizierungsteams.

Gleichzeitig ist der Markt für qualifizierte Zollklassifizierer äußerst begrenzt. Erschwerend hinzu kommt: Eine reine Tarifnummer reicht nicht aus. Jede Klassifizierung muss mit vollständiger Begründung, Referenzen und handelsüblicher Bezeichnung dokumentiert sein, um vor Zollaudits zu bestehen und intern nachvollziehbar zu bleiben.

„Das Klassifizierungsaufkommen erhöht sich dramatisch und geeignete Klassifizierer vom Markt zu bekommen ist eine sehr limitierte Situation."

Markus Seelos, Head of Global Classification Unit, Siemens Healthineers


Lösung

traideCompliance ist eine KI-Plattform für audit-sichere Zollklassifizierung, die Tarifnummern mit vollständiger rechtlicher Begründung, Referenzen und automatisch gepflegten Außenhandelsstammdaten liefert, direkt integrierbar in bestehende ERP-Systeme.

Der erste Kontakt zwischen Siemens Healthineers und traide AI entstand 2022 auf einem Fachkongress, ein Gespräch darüber, wie KI in der Tarifierung und Zollklassifizierung eingesetzt werden könnte. Beide Seiten erkannten schnell: Dies ist ein ideales Anwendungsfeld. Nach einem erfolgreichen Proof of Concept begann die gemeinsame Weiterentwicklung.

Seit 2023 nutzt Siemens Healthineers traideCompliance in allen drei globalen Klassifizierungsregionen. Die KI-gestützte Klassifizierung automatisiert nicht nur die Vergabe von Zolltarifnummern und ECCN-Codes, sondern liefert vollständige AI-Begründungen, Referenzen und handelsübliche Bezeichnungen, alle Ergebnisse audit-ready und in den Stammdaten dokumentiert. Das Ziel: eine unternehmenseigene KI, die durch kontinuierliche Dateneingabe immer präziser wird.

„Es kommt nicht darauf an, nur einen Tarifcode zu bekommen. Wir brauchen die Begründung, wir brauchen Referenzen, da waren wir von Anfang an auf einer Wellenlänge."

Hans Freyer, Process Manager ECC-Klassifikation, Siemens Healthineers

Das Team nutzt die Plattform zunehmend intensiver. In den letzten Monaten lag der Fokus darauf, das System systematisch mit relevanten Produktdaten zu speisen, mit dem klaren Ziel, KI sukzessive tiefer in die tägliche Zollklassifizierungsarbeit zu integrieren.


Ergebnisse

  • 3 Regionen auf einer gemeinsamen Klassifizierungsplattform

  • 14 Klassifizierer in 3 Ländern

  • Seit 2023 - aktive Kollaboration mit wachsender Nutzungsintensität

  • Skalierung des Klassifizierungsvolumens trotz begrenztem Fachkräftemarkt

  • Audit-sichere Klassifizierungen mit vollständiger KI-Begründung und Referenzen für jede Entscheidung

  • Einheitliche Außenhandelsstammdatenqualität über alle drei globalen Regionen hinweg

  • Aufbau einer unternehmenseigenen KI-Basis durch kontinuierliche Datenintegration


Warum traide AI?

Die Entscheidung für traide AI fiel nicht trotz des Startup-Charakters, sondern auch wegen ihm. Die enge Zusammenarbeit, kurze Iterationszyklen und der gemeinsame Anspruch, ein wirklich belastbares System für Zollklassifizierung zu bauen, überzeugte das Team bei Siemens Healthineers.

Entscheidend war:

traide AI liefert nicht nur eine Tarifnummer. Die Plattform stellt vollständige rechtssichere Begründungen bereit, die auch vor internen und externen Zollaudits standhalten, genau das, was globale Compliance-Teams mit komplexem Produktportfolio brauchen.

„Wir arbeiten eng mit traide zusammen, um wirklich relevante Daten nutzbar zu machen und KI sukzessive mehr in unsere Arbeit zu integrieren - mit dem Ziel, so viel wie möglich aus dem System herauszuholen."

Tina Jakob, Head of Trade Classification & Advisory EMEA, Siemens Healthineers





Häufige Fragen zur KI-gestützten Zollklassifizierung

Wie hilft traideCompliance bei der Skalierung von Zollklassifizierungen?

traideCompliance automatisiert die Vergabe von Zolltarifnummern (CN-Nomenklatur) inklusive vollständiger, rechtssicherer KI-Begründung. Klassifizierungsteams können so ein deutlich höheres Volumen bearbeiten, ohne den Personalaufwand proportional zu erhöhen.

Sind KI-generierte Zollklassifizierungen audit-sicher?

Ja. traideCompliance liefert zu jeder Klassifizierung eine vollständige KI-Begründung mit Referenzen auf die maßgeblichen Kapitel des Zolltarifs – einschließlich AV1-6, Erläuterungen und vZTA-Verweisen. Alle Ergebnisse werden in den Zoll-Stammdaten dokumentiert und sind damit für Import- und Exportprüfungen lückenlos nachweisbar.

Welche Codes klassifiziert traideCompliance?

Die Plattform unterstützt die Klassifizierung von Zolltarifnummern (CN-Nomenklatur / HS-Codes im internationalen Kontext) sowie Dual-Use-Güternummern nach EU-Exportkontrollrecht. Für den US-Markt werden zusätzlich ECCN-Codes (Export Control Classification Number) unterstützt. Abgedeckt werden Waren, Technologien und Software.

Für welche Unternehmensgrößen ist traideCompliance geeignet?

traideCompliance ist für mittlere bis große Unternehmen mit hohem Klassifizierungsvolumen konzipiert – typischerweise ab 200 neuen Produkten pro Monat und 2–5 Customs-Experten im Team. Die Plattform skaliert auch für globale Konzerne: Siemens Healthineers setzt traideCompliance in allen drei globalen Klassifizierungsregionen ein und klassifiziert damit ein Produktportfolio im sechsstelligen Bereich.

Wie lange dauert die Implementierung?

Der Einstieg erfolgt über einen strukturierten Proof of Concept – in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen produktiv. Danach kann die Plattform schrittweise auf weitere Produktlinien, Regionen oder ERP-Systeme ausgerollt werden. Wer noch keine ERP-Integration benötigt, kann mit traideStarter sofort starten – ohne technische Anbindung, in unter einer Minute.